Der Reitsattel - Sättel und Ihre Verwendung

Ein Reitsattel wird bei Reittieren verwendet, um das Reiten für den Menschen komfortabler bzw. sicherer zu gestalten und gleichzeitig den Tierrücken zu schonen.

Sättel waren in ihrer ganz ursprünglichen Form nicht für Reitzwecke gedacht. Es ging vielmehr darum, viel Gepäck auf einem Pferd, Esel oder einem anderen Lasttier zu transportieren. Daher waren es anfangs lediglich zwei Bretter, die rechts und links vom Pferderücken lagen. Die ersten wirklichen Reitsättel kamen nicht von einem bestimmten Hersteller sondern wurden von jedem Reiter individuell hergestellt. Anfangs bestand ein Sattel nur aus einem Lammfell oder Kissen, die durch einen Sattelgurt gehalten wurden. Erst später wurden Steigbügel erfunden, um auch den Beinen einen Halt zu geben. Danach entwickelten sich die Sättel für die unterschiedlichen Einsatzgebiete ständig weiter. Im Pferdesport wurden die Sättel den individuellen Bedürfnissen jeder Pferdesportdisziplin angepasst. Heute wird u.a. in die Sattelarten Englischer Sattel (mit Dressursattel, Springsattel, Vielseitigkeitssattel), Rennsattel, Militärsattel, Westernsattel, Damensattel (Sambue, Gabelsattel, Drei-Horn-Sattel, Moderner Damensattel), Wanderreitsattel, Distanzsattel, Stocksattel, Maremmana, Töltsattel, Schulsattel unterschieden.

Heutige Sättel bestehen im Allgemeinen aus einem Sattelbaum aus Holz, Aluminium oder Fiberglasfaser, der dem Sattel die Form und Steifigkeit gibt und einem Körper aus Leder. Die Qualität des Sattels ist für das Pferd fast genauso wichtig wie die des verwendeten Pferdefutters. Inzwischen gibt es auch baumlose Sättel, die sich einfacher dem Pferderücken anpassen lassen, und Sättel mit Lederbaum. Für die Passgenauigkeit auf dem Pferderücken werden Sattelbäume in einer großen Zahl von Größen und Kammerweiten angeboten. Schabracken, Satteldecken, Pads, Westernpads oder Woilache schützen den Sattel vor Schweiß und dienen bei Bedarf als Polster.